
{"id":2069,"date":"2017-07-07T19:48:31","date_gmt":"2017-07-07T19:48:31","guid":{"rendered":"http:\/\/ratinglegis.eu\/?p=2069\/"},"modified":"2017-07-07T20:08:41","modified_gmt":"2017-07-07T20:08:41","slug":"hatz-auf-google-bussgelder-eroeffnet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ratinglegis.eu\/de\/hatz-auf-google-bussgelder-eroeffnet\/","title":{"rendered":"Google: One for the Money\u2026"},"content":{"rendered":"<p>Am 27. Juni erhob die Europ\u00e4ische Kommission ein <a href=\"http:\/\/europa.eu\/rapid\/press-release_IP-17-1784_de.htm\">Bu\u00dfgeld i.H.v. EUR 2.424.495.000 gegen Google<\/a> wegen eines angeblichen Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung auf dem Markt f\u00fcr Internet-Suchmaschinen. Seither haben herausragende Fachleute die Rechtsgr\u00fcnde f\u00fcr die Entscheidung und die Aussichten einer Anfechtungsklage Googles vor Gericht er\u00f6rtert; zwei Gesichtspunkte, die nicht unbedingt zusammenh\u00e4ngen. So haben die EU-Gerichte nach <a href=\"https:\/\/truthonthemarket.com\/2017\/06\/29\/a-few-thoughts-on-the-european-commission-decision-against-google\/\">Auffassung eines emsigen Rechtsgelehrten<\/a> oft nicht sehr erpicht darauf, die \u00f6konomische Analyse der Kommission zu \u00fcberpr\u00fcfen, sind aber hingegen immer auf der Ausschau nach Absonderlichkeiten des Verwaltungsverfahrens. Und derer gab es in diesem Fall eine Menge.<\/p>\n<p>Viel geringeres Interesse hat die Folgewirkung dieses Bu\u00dfgeldes in einem ganz anderen Bereich hervorgerufen: Datenschutz. Und doch erm\u00e4chtigt <a href=\"http:\/\/www.privacy-regulation.eu\/de\/83.htm\">Artikel 83 der EU-Datenschutz-Grundverordnung<\/a> (DS-GVO) nationale Aufsichtsbeh\u00f6rden (DSB), Verst\u00f6\u00dfe schwer zu bebu\u00dfen. Das EU-Kartellrecht war eindeutig die Inspirationsquelle f\u00fcr die DS-GVO, welche die H\u00f6chstgrenze f\u00fcr solche Bu\u00dfgelder bestimmt auf \u201e<em>20.000.000 EUR oder im Fall eines Unternehmens von bis zu 4 % seines gesamten weltweit erzielten Jahresumsatzes des vorangegangenen Gesch\u00e4ftsjahrs verh\u00e4ngt, je nachdem, welcher der Betr\u00e4ge h\u00f6her ist<\/em>\u201c.<\/p>\n<p>Die Gruppe des Artikels 29 besch\u00e4ftigt sich z.Z. damit, Leitlinien, Verfahren und Vorlagen zur Erhebung solcher Bu\u00dfgelder \u2013 \u201e<em>wirksam, verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig und abschreckend<\/em>\u201c &#8211; auszuarbeiten. Diese Gruppe umfasst Vertreter jeder der 28 DSB der EU sowie der Europ\u00e4ischen Kommission. Schon die Dauer der Bem\u00fchungen deutet darauf hin, dass die Mitgliedstaaten nicht unbedingt darauf brennen, ein Damoklesschwert \u00fcber den H\u00e4uptern ihrer Unternehmen anzubringen. Auf der gleichen Linie liegt die Erkl\u00e4rung der spanischen DSB, sie erstrebe \u201e<em>eine qualitative \u00c4nderung unserer Ziele, um weniger eine Bu\u00dfgeldbeh\u00f6rde zu sein als eine Beh\u00f6rde, die Vertrauen einfl\u00f6\u00dft<\/em>.\u201c<\/p>\n<p>Das \u00fcberrascht. Angesichts des hohen und teuren Datenschutzniveaus, das die DS-GVO erfordert, sind abschreckende Bu\u00dfgelder wohl das einzig wirklich \u00fcberzeugende Argument, um Unternehmen zur Gesetzestreue zu bewegen. Die Europ\u00e4ische Kommission hat nicht die M\u00f6glichkeit, nationale DSB zu zwingen, solche Bu\u00dfgelder zu verh\u00e4ngen. Aber dieses Bu\u00dfgeld i.H.v. EUR 2.424.495.000, und sei es f\u00fcr eine kartellrechtlichen Versto\u00df, signalisiert DSB sehr wohl, dass sie eine Art Melierdialog mit dem amerikanischen Datenungeheuer nicht zu f\u00fcrchten haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 27. Juni erhob die Europ\u00e4ische Kommission ein Bu\u00dfgeld i.H.v. 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